Blog · Neue Perspektiven

Neue Perspektiven beginnen mit einer guten Frage

Digitale Illustration: Lars Mährholz im Coaching-Gespräch mit einer Frau.

Manchmal klingt ein Gedanke so selbstverständlich, dass wir ihn nicht mehr hinterfragen: „Das geht bei uns nicht.“ „Ich kann das nicht.“ „So sind die anderen eben.“ Eine neue Perspektive beginnt oft damit, diesen Satz genauer anzusehen.

Drei Fragen für einen anderen Blick

Was habe ich tatsächlich beobachtet? Trenne eine konkrete Situation von deiner Erklärung dafür. „Im Gespräch hat niemand geantwortet“ beschreibt etwas anderes als „Mein Vorschlag interessiert niemanden“.

Welche andere Erklärung wäre möglich? Sammle zwei oder drei Alternativen. Du musst keine davon sofort glauben. Es geht zunächst darum, wieder mehrere Möglichkeiten zu sehen.

Was kann ich als Nächstes herausfinden oder ausprobieren? Eine Rückfrage, ein kleines Experiment oder eine klare Bitte kann weiterführen. Wähle einen Schritt, der zu deiner Situation passt und überschaubar bleibt.

Vom Gedanken zum Gespräch

Auch in Teams lohnt sich diese Unterscheidung. Wenn Beobachtung, Interpretation und Wunsch miteinander vermischt werden, kann ein Gespräch schnell festfahren. Eine konkrete Frage macht es leichter, Erwartungen sichtbar zu machen und gemeinsam weiterzudenken.

Neue Perspektiven ersetzen keine Entscheidung. Sie geben dir mehr Möglichkeiten, bevor du dich festlegst. Nimm dir heute einen vertrauten Satz vor und frage dich: Was wäre noch denkbar?

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