Kurzüberblick · ca. 30 Sekunden
HALTUNG & SELBSTMANAGEMENT
Ein Ziel, das auch innerlich zu dir passt.
Der Plan liegt auf dem Tisch. Trotzdem bleibt das Notizbuch zu. Vielleicht fehlt dir gerade eine Haltung, die du selbst gewählt hast. Das Zürcher Ressourcenmodell verbindet dein Vorhaben mit Bildern, eigenen Worten und einem greifbaren Versuch im Alltag. Wir schauen gemeinsam, was dich anspricht … und was du daraus machen möchtest.

AUSFÜHRLICH · ca. 2 Minuten
Ein Motto-Ziel gibt deinem Vorhaben eine persönliche Richtung
Das Zürcher Ressourcenmodell, kurz ZRM®, ist ein Ansatz zum Selbstmanagement. Maja Storch und Frank Krause entwickelten ihn für die Universität Zürich. Er bezieht Denken, Gefühle und Körperwahrnehmung in die Arbeit an eigenen Zielen ein. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie du einem Anliegen begegnen möchtest. Das kann beim Lernen, in einer Führungsrolle, bei neuen Projekten oder bei alltäglichen Absprachen hilfreich sein.
Ein Motto-Ziel beschreibt diese gewünschte Haltung in deiner Sprache. Es ist weiter gefasst als eine einzelne Aufgabe. „Ich gehe mit ruhigem Blick voran“ sagt etwas darüber, wie du handeln willst. Ein Termin im Kalender oder eine Aufgabenliste legt dagegen fest, wann du was tust. Beide Ebenen haben ihren Platz: persönliche Ausrichtung und konkrete Planung.
Bilder können den Einstieg erleichtern. Du wählst ein Motiv und sammelst, was es für dich ausdrückt. Eine weite Landschaft, ein fester Stand oder eine Bewegung können verschiedene Menschen ganz unterschiedlich ansprechen. Wir suchen keine verborgene Bedeutung, die jemand anderes für dich festlegt. Maßgeblich sind deine eigenen Assoziationen und deine Rückmeldung.
Im Realitätsdesign beginnt die Arbeit daher mit deinem Thema. Möchtest du klarer Grenzen setzen und zugleich ansprechbar bleiben? Wir berücksichtigen beide Seiten. Du brauchst keine besondere Körperreaktion und keinen besonders schönen Satz. Aus deinen Worten kann eine Formulierung entstehen, die zu deinem Einflussbereich passt. Ob sie im Alltag trägt, erkundest du anschließend an einer überschaubaren Handlung.
DEIN ANLIEGEN IM MITTELPUNKT
Wo diese Methode ansetzen kann
Für welches Anliegen?
Passt zu deinem Anliegen, wenn ein vernünftiger Vorsatz allein dich noch nicht ins Handeln bringt. Du möchtest eine Haltung finden, die sich für dich stimmig anfühlt und die du im Alltag erproben kannst.
Im NLP heißen diese Blickwinkel „logische“ oder „neurologische Ebenen“ nach Robert Dilts. Unsere Markierungen sind eine redaktionelle Orientierung. Sie zeigen mögliche Fragen, keine Hirnregionen, festen Menschentypen oder zugesicherte Wirkung. Der passende Einstieg ergibt sich aus deinem Anliegen.
Modellquelle: Robert DiltsVERTIEFUNG · ca. 3 Minuten
Dein Motto-Ziel im Alltag erproben
Eine Beispielszene: Dein Kalender braucht einen festen Boden
Ein Selbstständiger sagt auf neue Anfragen sofort „Klar, mache ich“. Später zieht sich sein Bauch zusammen, wenn er die Termine nebeneinander sieht. Er möchte seine Zusagen bewusster treffen, ohne seine Offenheit zu verlieren. Beim Betrachten verschiedener Motive spricht ihn eine breite, stabile Brücke an. Seine Wörter dazu lauten „tragfähig“, „ruhig“ und „genug Platz“.
Daraus entwickelt er das Motto: „Ich gebe meinen Zusagen einen festen Boden.“ Für ihn bekommt der Satz eine praktische Bedeutung: Vor der nächsten Zusage öffnet er seinen Kalender und prüft die freie Zeit. Später schaut er, ob dadurch verlässlichere Absprachen entstanden sind. Diese Szene ist erfunden. Sie zeigt eine mögliche Verbindung zwischen Haltung und Handlung, keinen dokumentierten Kundenerfolg.
So entsteht ein Versuch, den du selbst beurteilen kannst
Wir wählen zunächst eine konkrete Situation und halten fest, was du verändern und was du bewahren möchtest. Danach sammeln wir eigene Begriffe zu einem passenden Bild. Du musst nichts hineinlesen. Auch ein schlichtes Wort wie „Platz“ kann reichen. Bei der Formulierung prüfen wir, ob dein Motto deine eigene Wahl ausdrückt oder noch ein fremdes Soll enthält.
Anschließend bestimmst du einen Anlass und eine Erinnerungshilfe. Ein kleines Bild am Arbeitsplatz kann dich beispielsweise vor einer Antwort an die Kalenderprüfung erinnern. Wir benennen die Handlung so genau, dass du sie später wiedererkennst. Nach der Erfahrung darfst du Satz, Erinnerung oder Vorgehen ändern. Klingt das Motto leer, ist das eine hilfreiche Rückmeldung für die nächste Anpassung.
Ein kurzer Einstieg über etwas in deiner Umgebung
Wenn du magst, schau aus dem Fenster oder auf ein Bild in deiner Nähe. Was spricht dich angenehm an? Vielleicht die Ruhe eines Baumes, die klare Linie eines Gebäudes oder die Beweglichkeit eines Vogels. Wähle ein eigenes Wort und notiere, welche kleine Handlung dazu passen könnte. Das ist ein freiwilliger Eindruck von Bildarbeit, kein vollständiges ZRM-Training.
Ein angenehmes Gefühl ist dabei eine persönliche Rückmeldung. Es belegt weder die Wahrheit einer Behauptung noch die Sicherheit einer Entscheidung. Fakten, Verpflichtungen, Risiken und die Sicht anderer Menschen gehören weiter dazu. Eine notwendige Entscheidung kann sich zunächst unangenehm anfühlen. Wir prüfen deshalb auch die Folgen deiner Wahl und die Bedingungen, die du tatsächlich beeinflussen kannst.
Was Forschung und Methodenquelle jeweils aussagen
Dyllick, Dickhäuser und Stahlberg untersuchten 2021 eine kurze Arbeit mit Motto-Zielen in zwei Experimenten. Die Teilnehmenden berichteten anschließend günstigere Erwartungen an eine vorher unangenehme Aufgabe und mehr subjektive Vitalität. Die Untersuchung beschreibt diese Veränderungen im Erleben. Sie zeigt keine Erfolgsgarantie für jedes Ziel und ersetzt keinen Nachweis dafür, dass eine geplante Handlung später wirklich erfolgt.
Die offizielle ZRM-Bildarbeit bietet einen weiteren Einblick. Für die Bezeichnung gelten die Regeln der ISMZ GmbH: Die freie Anwendung von Methoden ist von geschützten Ausbildungs- und Zertifizierungstiteln zu unterscheiden. Diese Seite behauptet keine entsprechende Zertifizierung. Wenn du aus einer Haltung einen genaueren Leistungsplan entwickeln möchtest, ergänzt die Methodenseite zu Leistung und Fokus diesen Zugang.
NACHLESEN & EINORDNEN
Quellen und Einordnung
Offizielle Modellbeschreibung, Entwicklung durch Maja Storch und Frank Krause, Einbezug kognitiver, emotiver und physiologischer Elemente.
Originalwerkzeug als Einstieg in Bildwahl und eigene Assoziationen.
Zwei Experimente mit minimalistischer Motto-Ziel-Intervention; subjektive erwartete Tätigkeitsanreize und Vitalität, kein allgemeiner Verhaltensnachweis.
ZRM-Markenregeln und Unterscheidung freier Anwendung gegenüber geschützten Titeln.
DEIN ANLIEGEN GIBT DIE RICHTUNG VOR
Womit möchtest du deinem Vorhaben begegnen?
Bring eine konkrete Alltagssituation mit. Im persönlichen Realitätsdesign finden wir Worte und einen nächsten Versuch, die zu dir passen. Die verfügbaren Formate und Buchungswege findest du im Shop.
Über „Wählen“ kommst du direkt zur Terminwahl. Die Kachel öffnet das Angebot; „im Warenkorb“ führt zu deiner Auswahl.

Persönliches Realitätsdesign in Berlin
290,00 € inklusive Mehrwertsteuer
Online-Realitätsdesign
250,00 € inklusive Mehrwertsteuer
